Biografie und Bauten

Ursula von Lilienfeld-Böse wurde 1923 in Braunschweig geboren, ihr Vater war Architekt; sie verbrachte in der Stadt und Umgebung ihre Kinderjahre.

Als die Kontrolle über das Land durch das Naziregime übernommen wurde, zog die Familie aufs Land in das naheliegende Dorf Melverode.

Ursula ging weiterhin in Braunschweig zur Schule; 1942 machte Sie ihr Abitur auf dem Ober-Lyzeum „Herzogin Elisabeth“. Da ein Studium in dieser Zeit nur nach Absolvierung des sogenannten Arbeitsdienstes möglich war, trat Ursula 1942 zum Dienst an – Stoff für eindringliche Schilderungen.

1943 beginnt sie ihr Studium an der technischen Hochschule zu Braunschweig, wo sie bis zum Vorexamen 1945 blieb. Bereits in dieser Zeit arbeitete sie an der Hochschule als Assistentin, aber auch schon in der Praxis: Sie hilft in einem Unternehmen aus und ist befasst mit dem Wiederaufbau zerstörter Fabrikhallen.

Da die Hochschule in Braunschweig 1945 völlig zerbombt ist, setzt sie ihr Studium in Karlsruhe fort und schließt es 1948 erfolgreich ab.

Im gleichen Jahr heiratet sie und bleibt mit ihrer Familie zunächst in Karlsruhe.

1949 übernimmt die junge Architektin ihr erstes Projekt: eine Friedhofskapelle in Rastatt. Und noch ein wichtiges Ereignis in dieser Zeit: Ihre Tochter Daisy kommt auf der Welt.

Ursula von Lilienfeld zieht mit Ihrer Familie nach Rastatt um. Nach dem ersten erfolgreichen und aufsehenerregenden Projekt bekommt sie weitere Aufträge.

Hier eine Liste mit einigen bedeutenden Projekten (eine komplette Liste der Projekte beinhaltet weit über 100 Bauten).

  • 1949/50 – Friedhofskapelle in Rastatt
  • 1953/54 – Haus mit 60 Wohnungen in Oppenau
  • 1954/55 – Restaurierung der Pagodenburg in Rastatt
  • 1954/55 – Fabriken-Bau Bonndorf
  • 1957/58 – Erweiterung der Kartonagenfabrik in Muggensturm
  • 1958/59 – Hotel „Berliner Hof“ in Karlsruhe
  • 1959/60 – Bau einer Wohnanlage mit 200 Wohnungen in Karlsruhe
  • 1959/92 – Hotel am Theater in Karlsruhe
  • 1963/68 – Rossi-Haus